Pluradent für Ihre Praxis

Sehen Sie mit Ihrer Praxis gelassen in die Zukunft? Mit umfassenden Leistungen entwickeln wir partnerschaftlich mit Ihnen wegweisende Konzepte, die den Erfolg Ihrer Praxis auch zukünftig sichern.

Jetzt entdecken
Pluradent für Ihr Labor

Werden Sie bei Ihrer täglichen Arbeit optimal unterstützt? Wir bieten Ihnen individuelle Beratung und umfassende Leistungen. Vertrauen Sie mit Ihrem Labor auf die Leistungsfähigkeit von Pluradent.

Jetzt entdecken

Das richtige Licht: für Behandler und Patient

16.04.18 - Der Beruf des Zahnarztes trägt ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit der Augen. Das tägliche Richten der Aufmerksamkeit auf ein winziges, begrenztes Operationsfeld, die direkten und indirekten Blendungen, die durch Lichtreflexion auf den Zähnen oder durch Kontraste entstehen, und das ständige Balancieren der Sicht zwischen der stark beleuchteten Zone des Arbeitsfeldes und der weniger beleuchteten Zone des Behandlungszimmers sind Faktoren, die die Augen stark beanspruchen und in Mitleidenschaft ziehen. Sehstörungen und Kopfbeschwerden können als Folge beim Behandler auftreten, wobei sich in der Regel mit zunehmendem Alter diese Phänomene verstärken, weil die Augenfähigkeit, Kontraste zu erkennen, allmählich nachlässt und die Sehleistung sich graduell verschlechtert.

Autor: Marc Bourgault

Licht ist für das Sehen unentbehrlich und stellt ein unverzichtbares und entscheidendes Werkzeug für den Zahnarzt dar. Jedoch ist Licht nicht gleich Licht, und nicht alle künstli­chen Beleuchtungen sind gleichwertig. Man­che erfüllen zwar die dekorativen Ansprüche des Architekten, oder passen zu dem für die Beleuchtung vorgegebenen Budgetrahmen, aber selten entsprechen diese Beleuchtun­gen dann den ganz konkreten Anforderun­gen der Berufsausübung und unterstützen nur unzulänglich die Augen bei ihrer zu leistenden Arbeit. Das Thema Licht sollte daher in einer Zahn­arztpraxis mit all seinen Implikationen und in seiner ganzen Gewichtung und Komplexität verstanden und konsequent umgesetzt wer­den. Denn optimale Lichtverhältnisse unter­stützen direkt den zahnärztlichen Behand­lungserfolg, indem sie dem Zahnarzt ermög­lichen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dabei so zuverlässig und präzise wie möglich zu arbeiten. Darüber hinaus tra­gen eine durchdachte Lichtplanung und ein angenehmes und harmonisches Lichtklima auch dazu bei, dass sich der Patient wohlfühlt und entspannt und so der Behandlung offen gegenübersteht.

 

Wie viel und welches Licht ist notwendig?

Das Tageslicht besteht aus den einzigen Wel­lenlängen, die vom menschlichen Auge inter­pretierbar sind, und enthält dabei alle Farben des Regenbogens. Dieses natürliche weiße Licht besitzt ein vollständiges und kontinuierliches Spektrum und ermöglicht daher eine perfekte Wiedergabe der Farben. Jedoch ist dieses natürliche Tageslicht nicht ausreichend: je nach Tagesstunde variiert die Wiedergabe und kann sogar zu Störungen durch Blendungen führen. Deshalb wird durch die euro­päische Norm EN 12464-1 empfohlen, dass Behandlungszimmer, zusätzlich zu dem durch Fenster einfallenden Tageslicht, mit einer Be­handlungsleuchte zur Ausleuchtung des Mund­bereichs des Patienten und mit einer Decken­lampe zur Beleuchtung des Greifbereichs der Instrumente und der restlichen Zimmerzonen auszustatten sind.

 

Die Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke wird in Lux gemessen und entspricht der Lichtmenge, die von einer Fläche in einer bestimmten Entfernung emp­fangen wird. Gemäß der Norm EN 12464-1, die die Lichtverteilung in den drei Zonen des Behandlungszimmers – Bereich der Sehauf­gabe, Arbeitsbereich und Umgebung – defi­niert, sollte die Beleuchtungsstärke im Mund/ OP-Bereich zwischen 8.000 und 15.000 Lux liegen (ISO 9680) und im Arbeits-bzw. Greif­bereich der Instrumente über 1.000 Lux betragen.

Es ist besonders wichtig, diese minimalen Werte einzuhalten, da, je schwächer die Be-leuchtungsstärke ist, desto mehr der Zahnarzt dazu neigt, sich dem OP-Bereich zu nähern, was wiederum die Augenmuskeln in erhöh­tem Maße beansprucht und so zu Augenermüdung und eventuellen Schäden führt.

 

Der Farbwiedergabe-Index

Die Farbwahrnehmung hängt vom Lichtspektrum der Beleuchtung ab. Der FarbwiedergabeIndex (CRI) einer Lichtquelle gibt an, zu welchem Anteil uns ermöglicht wird, die Farben der Licht­quelle in ihrer Wirklichkeit wahrzunehmen. Ein Index von 100 (maximaler CRI-Wert) bedeutet, dass alle Farben, in ihrer natürlichen Erschei­nung, für das Auge sichtbar sind. Je mehr sich der CRI-Wert von 100 entfernt, desto mehr werden die Farben von der Realität abweichen. Deshalb wird für die Farbnahme eine Beleuch­tung mit einem Farbwiedergabe-Index von über 90 empfohlen (EN 12464-1). Mit einem darunter liegenden Farbwiedergabe-Index be­steht das Licht aus verschiedenen mehr oder weniger hellen bis dunklen Lichtfarben, die zu einer fehlerhaften bzw. nur unvollständigen Farberkennung führen.

 

Die Farbtemperatur

Mit dem Maß der Farbtemperatur wird quantita­tiv der Farbeindruck einer Lichtquelle bestimmt. Dabei gleicht die Farbtemperatur dem Farbton des Lichts, das von einer Beleuchtung ausgestrahlt wird. Die Farbtemperatur eines Lichts – in Grad Kelvin gemessen – ist für die Hervorhebung bestimmter Farben bestimmend:

Das neutral weiße Licht, zwischen 4.000 und 5.500 K, hebt Rotschattierungen (Blut, Parodontose, Zahnfleischentzündungen) und Gelbschattierungen (Karies, Zahnstein, Zahnrisse) hervor und ist besonders für die chirurgischen Eingriffe geeignet.

 

Das kaltweiße Licht, auch „Tageslicht“ ge­nannt, weist eine Farbtemperatur von 6.500 K auf, die besonders die anatomischen De­tails im Mund und die Struktur der Zähne erscheinen lässt, und wird deshalb für die Aufbauarbeiten im Mund und für die Farb­nahme empfohlen.

 

Direkte und indirekte Ausleuchtung

Und noch ein Aspekt der praxisbezogenen Lichtplanung sollte nicht vergessen werden: Umfassende Lichtkonzepte sollten immer di­rektes und indirektes Licht kombinieren. Eine Mischung beider Lichtquellen verteilt nicht nur das Licht besser in den einzelnen Zonen eines Zimmers, sondern wird auch nachweislich als angenehm empfunden und erhöht so den Komfort des Patienten und schlussendlich auch das Wohlgefühl des Behandlers.

 

Zenium® – Der Spezialist für medizinische Beleuchtung

Das französische Unternehmen Zenium® bie­tet eine komplette Reihe von hochwertigen Beleuchtungen, die der Norm EN 12464-1 entsprechen und speziell für den medizini­schen Behandlungsraum konzipiert sind. Ob mit Leuchtstoffröhren (AVISIO®, CHROM®, SLIM®) oder LEDs (PRISM®, KA-RAY®, AVISIO® LED), Zeniums Tageslicht-Deckenleuchten strahlen mit einer hohen Beleuchtungsstärke bei einer Farbtemperatur von 6.500 K aus. Dabei fördern sie die Sehschärfe und ermög­lichen somit dem Zahnarzt, sich ganz und gar auf seine Aufgabe als Behandler zu kon­zentrieren. Die Tageslicht-Technologie bietet eine blendfreie, stetige und aus­gewogene Lichtquelle im operativen Bereich und im gesamten Behand­lungszimmer. Sie lässt viel leich­ter Kontraste und Details er­kennen und erweitert den visuellen Komfort des Zahnarztes, vor allem bei der Durchführung von Verfahren, die ein hohes Maß an Genauigkeit erfordern.

 

Fazit

Als eines der wertvollsten Arbeitswerkzeuge sollten die Augen des Behandlers ohne Kom­promisse geschützt werden. Die Qualität der Beleuchtung ist hierbei ausschlaggebend und sollte keinen Einsparungen unterliegen, denn es hängen die Gesundheit der Augen des Be­handlers, die Qualität der zahn­ärztlichen Behandlung und Therapie sowie der Komfort der Patienten direkt davon ab.