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Steuertipp: Investieren und Steuern sparen

23.09.18 - Das Jahr neigt sich dem Ende zu und der jährliche „Vorweihnachtsstress“ macht sich langsam bemerkbar. Zwischen unzähligen Besorgungen, Terminen und den letzten Vorbereitungen für den Jahresendspurt bleibt kaum Zeit, sich noch Gedanken über finanzielle Anschaffungen oder voraussichtliche Steuerlasten zu machen. Pluradent Austria sprach dazu mit Frau Mag. Kraft-Kinz, Geschäftsführende Gesellschafterin der MEDplan Steuerberatung GmbH & Co KG.

Für viele Praxen und Labore kann es sich finanziell auszahlen, noch vor Ende 2018 einige Investitionen zu tätigen – und damit richtig Steuern zu sparen. Denn wer die Weichen zum Jahresende richtig stellt, kann die Steuerlast mit einer größeren Investition für dieses Jahr noch drücken. Diese Investition sollte allerdings sinnvoll geplant werden, lautet einer der wichtigsten Tipps von  Frau Mag. Kraft-Kinz.


Frau Mag. Kraft-Kinz, welche Investitionssumme müsste ich als Praxis oder Labor in diesem Jahr noch tätigen, damit es sich steuerlich rechnet?

Mag. Kraft-Kinz: Besonders optimal ist es, wenn Sie die Investitionssumme für den Rest des Jahres auf den Gewinnfreibetrag abstimmen. Wenn Sie nämlich einen Gewinn von über EUR 30.000 erzielen, sollten  Sie jedenfalls an diese Steuerbegünstigung denken, durch die bis zu 13 Prozent Ihres Gewinnes steuerfrei gestellt werden können. Dazu ermitteln Sie in einem ersten Schritt den voraussichtlichen Gewinn für 2017. Wenn dieser beispielsweise EUR 170.000 beträgt und Sie heuer noch keine Anschaffungen getätigt haben, dann wäre eine Investition von EUR 18.200 optimal. Ihr Vorteil: Nur EUR 147.900 (ds EUR 170.000 minus Grundfreibetrag EUR 3.900 minus investitionsbegünstigter Gewinnfreibetrag EUR 18.200) müssen an Stelle von EUR 170.000 versteuert werden.

Wichtig: Die Maschine (bzw. Betriebsausstattung oder EDV), die Sie anschaffen, muss eine Nutzungsdauer von mindestens 4 Jahren haben. Alternativ ist auch die Anschaffung von Gebäude- und Mieterinvestitionen oder begünstigten Wertpapieren (seit heuer nicht mehr nur Wohnbauanleihen) begünstigt.

Welchen Tipp haben Sie im Bereich geringwertiger Wirtschaftsgüter?

Mag. Kraft-Kinz: Falls ein abnutzbares Anlagegut nicht mehr als EUR 400 kostet, können die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sofort unter dem Titel "geringwertiges Wirtschaftsgut" als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Wenn Sie umsatzsteuerpflichtige Leistungen durchführen und Ihnen daher der Vorsteuerabzug zusteht, ist die Grenze von 400 Euro netto, also ohne Umsatzsteuer, zu verstehen. Andernfalls sind die 400 Euro der Bruttoverkaufspreis.

Wodurch lassen sich heuer auch noch Steuern sparen?


Wenn Sie einerseits den Zahlungseingang einiger Honorarnoten ins neue Jahre verschieben und andererseits bestimmte Ausgaben jetzt schon tätigen, können Sie 2018 noch einiges an Steuern sparen. Folgende Ausgaben bzw. Einnahmen zählen zu Ihrer „Manövriermasse“:

  • Materialvorauszahlungen
  • Sozialversicherungsprämien (Vorauszahlungen müssen exakt berechnet werden)
  • Betriebliche Versicherungsprämien
  • Gehaltsvorschüsse
  • Mieten
  • Labor- und Technikerkosten
  • Leasing-Raten
  • Wareneinkäufe (Medikamente, Zahngold usw.)
  • Gebühren
  • Honorare.

Beim Zufluss-Abfluss-Prinzip ist jedoch insbesondere für regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben (z.B. Löhne, Mieten, Versicherungsprämien, Zinsen) die fünfzehntägige Zurechnungsfrist zu beachten. Beispiel: Die Mietzahlung für Dezember 2018, die am 31.12.2018 fällig und am 15.1.2019 bezahlt wird, gilt aufgrund der fünfzehntägigen Zurechnungsfrist noch im Dezember 2018 als bezahlt.

Haben Sie noch einen besonderen Tipp zum Jahresende?

Mag. Kraft-Kinz: Haben Sie in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres eine Registrierkasse angeschafft oder ein bestehendes System durch Herstellungsaufwand angepasst, können Sie die Anschaffungs- oder Herstellungskosten ungeachtet ihrer Höhe jedenfalls sofort abschreiben. Zusätzlich kann eine Prämie von 200 Euro pro angeschaffter oder umgerüsteter Erfassungseinheit, im Falle eines elektronischen Registrierkassensystems zumindest 200 Euro pro Kassensystem, höchstens aber 30 Euro pro Erfassungseinheit beansprucht werden. Die Prämie wird auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben.

Umfassende Hilfestellung

Die Experten vom Pluradent Austria Team helfen gerne dabei, noch kurz vor Jahresende die Steuerlast zu senken. Pluradent leistet dabei gerne umfassende Hilfestellung, dennoch sollte auf eine umfassende Beratung des Steuerberaters nicht verzichtet werden.